Bikini – Die Geschichte
Der Bikini ist in der Regel ein Frauenbadeanzug. Es kann entweder aus einem oder zwei Stücken bestehen. Bei dem zweiteiligen Bikini, ist ein Teil der Kleidung auf den Brüsten, der andere auf der Leistengegend oder bzw. gegebenenfalls ganz oder teilweise am Hintern. Dabei entsteht eine Freifläche zwischen den beiden Teilen.
Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary (11. Auflage) beschreibt den es als “eine Frau mit einem spärlichen zweiteiligen Badeanzug”, “ein kurzer Badeanzug für Männer”.
Der Bikini wird oft an heißem Wetter getragen, z.B. während dem Schwimmen oder Sonnenbaden. Es ist auch oft das “Unterkleid” zu Neoprenanzug für den Wasserski, Tauchen, Surfen und Wakeboarden. Die Formen der beiden Teile eines Bikinis ähneln der Unterwäsche von Frauen. Der untere Teil kann auch als Tanga oder G-String bis hin zum Slip getragen werden. In bescheidenen gibt es auch eckige Shorts.
Außerdem ist es die beliebteste weibliche Bademode rund um den Globus. Diese Bademode erwähnt auch der französischen Mode Historiker Olivier Saillard, indem er sagt: “die Macht der Frauen, und nicht die Macht der Mode”. (Wie er auch in: “Die Emanzipation der Badehose ist immer von Frauen in Verbindung gebracht worden.” erklärt.)
Bikini Arten
Es sehr viele und vor allem auch sehr unterschiedliche Arten des Bikinis. So gibt es für das Oberteil: den Push-up-BH, den Triangel-BH, den Neckholder-BH, den Bustier, den Tankini, den Bügel-BH oder auch das Bandeau-Top. Die Oberteile bindet man dabei am Nacken und auf dem Rücken zusammen. Normalerweise werden sie wie bei einem BH zugebunden.
Es gibt natürlich auch sehr viele Arten bzgl. der Bikini-Hose, wie zum Beispiel: den Hipster, Panty (Bade-Shorts oder Hot Pants), den String, den Microkini (aus Brasilien), Rock und Tanga, als auch Vordermieder-Slip. Man kann die Hosen entweder seitlich oder „am Stück“ zusammenbinden.
Berühmte Persönlichkeiten dieser neuen Bademode
Brigitte Bardot ist für die Popularisierung Bikini-Bademode in frühen Filmen wie Manina (Frau ohne Schleier, 1952 anerkannt.
Ursula Andress verschuf dieser neuen Art von Badeanzug wieder große Popularität, weil sie in dem Film James Bond jagt Dr. No nur im Bikini auftrat.
Korrekt übersetzt bedeutet Bikini “Land der Kokosnüsse”. Dieser Name wurde abgeleitet von dem Bikini-Atoll (einer Marshallinsel), auf welcher am 1. Juli 1946 ein amerikanischer Bomber vom Typ B-29 die allererste Atombombe abwarf. Damit wurde eine lange Testserie von Atombombentests gestartet.
Die Geschichte der besonderen Bademode hat aber eine sehr viel weiter zurückreichende Historie. Diese Geschichte geht bis in das Altertum in die Zeit um 350 nach Christi zurück. Dies wird durch Mosaike aus Ausgrabungen belegt, auf welchen Frauen abgebildet werden, welche nur einen Zweiteiler als Kleidung tragen. Leider ist nicht überliefert worden, ob es sich dabei um eine Art von Unterwäsche, Sportbekleidung oder gar Bademode handelte. Lediglich ist auf diesen Mosaiken zu erkennen, dass die Frauen sich sportlich betätigen. Darüber hinaus gibt es außerdem noch verschiedene antike Wandmalereien, auf welchen auch Frauen in Höschen und Brustbänder abgebildet sind. Weiter wurden auch auf verschiedenen attischen Schalen aus dem 4. Jahrhundert vor Christi Abbildungen von Frauen in einer Art Bikini gefunden.
Der nächste überlieferte Zeitpunkt der Entstehungsgeschichte des Bikinis liegt um 1900. Hier entwarf Valentin Lehr aus Freiburg eine zweiteilige Bademode, welche nur die Brust und die Scham bedeckte. Allerdings wurde diese Art der Bademode von der Öffentlichkeit nicht akzeptiert, vielmehr wurden Frauen, die sich so in der Öffentlichkeit zeigten verhaftet. Erst in den Jahren nach 1930 wandelte sich die Einstellung ein wenig, da auch die gesunde Bräune der Haut akzeptiert wurde. Allerdings bestand zu diesem Zeitpunkt der Bikini noch aus einem Rock und einem BH ähnlichen Oberteil. 1932 wurde aber der sogenannte Zwickelerlass verhängt, welcher die Nutzung der zu viel Haut zeigenden Bademode in der Öffentlichkeit verbot. Es wurden ausnahmslos Einteiler mit einem relativ langen Beinansatz Öffentlich erlaubt.
Im Jahre 1946 erfindet der französischen Modeschöpfer Louis Raard den Bikini, wie wir in auch noch heute kennen. Dieser Bikini besteht aus vier Stoffdreiecken. Dabei bilden zwei mit einer Kordel verbundene Dreiecke die Bikini-Hose und 2 weitere Stoffdreiecke verhüllen die Brust. Bereits vier Tage nach dem ersten Atombombenabwurf wurde am 5. Juli 1946 der Bikini zum allerersten Male im Pariser Bad Piscine Molitor vorgestellt. Dieser wurde von der Stripteasetänzerin Micheline Bernadini getragen. Natürlich löste die Kombination aus Stripteasetänzerin und einem Bekleidungsstück zum Baden, welches für die damalige Zeit sehr viel nackte Haut zeigt, einen großen Skandal aus. Der Bikini hatte zwar die gesamte Weltöffentlichkeit in Aufruhr versetzt, konnte sich aber noch nicht durchsetzen.
Erst 1960, nachdem die bekannte Frauenzeitschrift Freundin sich um den Bikini bemühte, kam es zu einem weiteren Höhepunkt des Bikinis.