Bikini - Die Geschichte

Korrekt übersetzt bedeutet Bikini “Land der Kokosnüsse”. Dieser Name wurde abgeleitet von dem Bikini-Atoll (einer Marshallinsel), auf welcher am 1. Juli 1946 ein amerikanischer Bomber vom Typ B-29 die allererste Atombombe abwarf. Damit wurde eine lange Testserie von Atombombentests gestartet.

Die Geschichte der besonderen Bademode hat aber eine sehr viel weiter zurückreichende Historie. Diese Geschichte geht bis in das Altertum in die Zeit um 350 nach Christi zurück. Dies wird durch Mosaike aus Ausgrabungen belegt, auf welchen Frauen abgebildet werden, welche nur einen Zweiteiler als Kleidung tragen. Leider ist nicht überliefert worden, ob es sich dabei um eine Art von Unterwäsche, Sportbekleidung oder gar Bademode handelte. Lediglich ist auf diesen Mosaiken zu erkennen, dass die Frauen sich sportlich betätigen. Darüber hinaus gibt es außerdem noch verschiedene antike Wandmalereien, auf welchen auch Frauen in Höschen und Brustbänder abgebildet sind. Weiter wurden auch auf verschiedenen attischen Schalen aus dem 4. Jahrhundert vor Christi Abbildungen von Frauen in einer Art Bikini gefunden.

Der nächste überlieferte Zeitpunkt der Entstehungsgeschichte des Bikinis liegt um 1900. Hier entwarf Valentin Lehr aus Freiburg eine zweiteilige Bademode, welche nur die Brust und die Scham bedeckte. Allerdings wurde diese Art der Bademode von der Öffentlichkeit nicht akzeptiert, vielmehr wurden Frauen, die sich so in der Öffentlichkeit zeigten verhaftet. Erst in den Jahren nach 1930 wandelte sich die Einstellung ein wenig, da auch die gesunde Bräune der Haut akzeptiert wurde. Allerdings bestand zu diesem Zeitpunkt der Bikini noch aus einem Rock und einem BH ähnlichen Oberteil. 1932 wurde aber der sogenannte Zwickelerlass verhängt, welcher die Nutzung der zu viel Haut zeigenden Bademode in der Öffentlichkeit verbot. Es wurden ausnahmslos Einteiler mit einem relativ langen Beinansatz Öffentlich erlaubt.

Frau mit schwarzem BikiniIm Jahre 1946 erfindet der französischen Modeschöpfer Louis Raard den Bikini, wie wir in auch noch heute kennen. Dieser Bikini besteht aus vier Stoffdreiecken. Dabei bilden zwei mit einer Kordel verbundene Dreiecke die Bikini-Hose und 2 weitere Stoffdreiecke verhüllen die Brust. Bereits vier Tage nach dem ersten Atombombenabwurf wurde am 5. Juli 1946 der Bikini zum allerersten Male im Pariser Bad Piscine Molitor vorgestellt. Dieser wurde von der Stripteasetänzerin Micheline Bernadini getragen. Natürlich löste die Kombination aus Stripteasetänzerin und einem Bekleidungsstück zum Baden, welches für die damalige Zeit sehr viel nackte Haut zeigt, einen großen Skandal aus. Der Bikini hatte zwar die gesamte Weltöffentlichkeit in Aufruhr versetzt, konnte sich aber noch nicht durchsetzen.

Erst 1960, nachdem die bekannte Frauenzeitschrift Freundin sich um den Bikini bemühte, kam es zu einem weiteren Höhepunkt des Bikinis.





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